Die Wiederkehr des Guten

Prachtvolles Collier des Historismus in Silber, Perlen & Email, 1870er Jahre

Das hier vorliegende Collier bietet einen prachtvollen Anblick. Intensiv pink und grün leuchtende Glaspasten sind in Silber gesetzt. Kleine Perlen schimmern sanft in einem warmen Grau, während alle sichtbaren Seiten der sich in immer neuen Bögen und Schleifen ergehenden Fassungen und Glieder mit dunkelblauem und weißem Email belegt sind. In der Mitte des Entwurfes leuchtet ein besonders großer pinker Stein in einem Bett aus Perlen. Drei pendelnde Abhängungen markieren zusätzlich diesen Schwerpunkt des Entwurfes. In den 1870er Jahren war Schmuck in den Formen der Renaissance eine große Mode. Mehr oder weniger frei wurden Ornamentideen der Epoche Albrecht Dürers und Hans Holbeins aufgegriffen, kopiert und kombiniert. Goldschmiede und Kunden verstanden diese Zeit als ihre Vergangenheit. Es war eine Zeit der Bürger, der Handwerker und Händler: Die aufstrebenden Bürger im neu gegründeten Deutschen Reich und im benachbarten Österreich-Ungarn wollten an diese Epoche anknüpfen. Ihr eigener Stolz auf ihre eigene Zeit fand so in den Formen der stolzen Vergangenheit ihren Ausdruck. Besonders im Vielvölkerstaat der kuk-Monarchie entstanden Colliers wie dieses: Der Rückbezug auf die Formensprache der Zeit der großen Habsburgerkaiser sollte hier eine alle Bürger des Staates verbindende Einheit stiften. Doch auch im Süddeutschen entstanden nicht weniger ansprechende Colliers, stets reich mit Email und farbenfrohem Besatz versehen. Unser Collier erinnert an einen Sonnentag auf einer wild gewachsenen Blumenwiese: Zwischen unzähligen kleinen weißen Blumen wachsen große pinke Blüten der Sonne entgegen. Es ist eine Wonne, die frischen Farben des Entwurfes zu genießen: Und so passt das Collier zu vielen Gelegenheiten, zur Tracht ebenso wie zum schlichten Kleid.

Die Reise in die Vergangenheit hat bis in unsere Gegenwart ihren Reiz behalten. Immer wieder neu beschäftigen sich Künstler und Gestalter mit den Moden und Formen vergangener Zeiten: Nicht nur die Postmoderne lebte vom Rekurs auf die Antike, auch Picasso liebte die Klassik und der Punk Vivienne Westwoods den Barock. Im 19. Jahrhundert war die Begeisterung für die Vergangenheit sogar noch größer. Die Menschen der Zeit verbanden mit den unterschiedlichen Kunststilen ihrer Vorfahren ganz konkrete Eigenschaften. Für die Schlösser des Adels verwendete man den Barock, um Glanz und Größe auszudrücken. Kirchen entstanden gern im Stile der Gotik, galt doch das Mittelalter als besonders gläubige Epoche – und dem Bürgertum war die Zeit der Renaissance besonders lieb. Diese Epoche der freien Städte mit ihrer Regierung freier Bürger, reicher Händler und Kunstmäzene wie den Fugger in Augsburg oder den Medici in Florenz übte auf die aufstrebende Schicht der Händler und Fabrikanten des 19. Jahrhunderts einen besonderen Reiz aus. Sie erkannten sich selbst und ihren Wunsch nach Teilhabe und Bedeutung im Staate in den Persönlichkeiten der Vergangenheit wieder, ließen sich im Stil der Vergangenheit malen und kauften auch Schmuck im Stil der Renaissance.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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