Renaissance der Renaissance

Prachtvolles Silber-Collier mit Granaten & Perlen, Historismus um 1880

Die Reise in die Vergangenheit hat bis in unsere Gegenwart ihren Reiz behalten. Immer wieder neu beschäftigen sich Künstler und Gestalter mit den Moden und Formen vergangener Zeiten: Nicht nur die Postmoderne lebte vom Rekurs auf die Antike, auch Picasso liebte die Klassik und der Punk Vivienne Westwoods den Barock. Im 19. Jahrhundert war die Begeisterung für die Vergangenheit sogar noch größer. Die Menschen der Zeit verbanden mit den unterschiedlichen Kunststilen ihrer Vorfahren ganz konkrete Eigenschaften: Für die Schlösser des Adels verwendete man den Barock und das Rokoko, um Glanz und Größe auszudrücken. Kirchen entstanden gern im Stile der Gotik, galt doch das Mittelalter als besonders gläubige Epoche – und dem Bürgertum war die Zeit der Renaissance besonders lieb. Diese Epoche der freien Städte mit ihrer Regierung freier Bürger, reicher Händler und Kunstmäzene wie den Fugger in Augsburg oder den Medici in Florenz übte auf die aufstrebende Schicht der Händler und Fabrikanten des 19. Jahrhunderts einen besonderen Reiz aus. Sie erkannten sich selbst und ihren Wunsch nach Teilhabe und Bedeutung im Staate in den Persönlichkeiten der Vergangenheit wieder, ließen sich im Stil der Vergangenheit malen und kauften auch Schmuck im Stil der Renaissance. Das hier vorliegende Collier huldigt dieser Zeit und präsentiert sich als eine reiche, schwere Arbeit in Silber mit Auflagen aus Gold. Die sich wiederholenden Elemente der Kette fassen in ihrer Mitte abwechselnd je eine Perle bzw. einen Granat. Der große Anhänger des Colliers ist ebenfalls durch diesen weißen und roten Besatz belebt. Auf der Rückseite des Anhängers befindet sich ein kleines Fach mit Glasdeckel: Es handelt sich also um ein Medaillon! Die Kettenglieder und der Anhänger sind in den Formen der Renaissance entworfen, sie zitieren das sog. Schweifwerk der Zeit um 1600. Entstanden ist das Stück zum Ende des 19. Jahrhunderts, wohl in den Jahren um 1880, als entsprechende Stücke eine große Mode waren. Zur Datierung vgl. hier z.B. Brigitte Marquardt: Schmuck. Realismus und Historismus. 1850-1895. Deutschland, Österreich, Schweiz, München 1998, S. 100ff. und S. 156ff.

medaillon

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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