Schönes bleibt

Verspielter Diamant-Clip aus Platin, Art Déco um 1930


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Beschreibung
Das Rokoko, die höfische Welt der Eleganz und des Luxus, strahlte nicht nur zum Ende des 18. Jahrhunderts von Frankreich aus in die Welt. Als Traumland der Schönheit und des galanten Amüsements blieben die Jahre des späten 18. Jahrhunderts lange im kollektiven Gedächtnis. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden etwa in Wien die Räume Sisis und Franz-Josephs in der Hofburg im Rokokostil dekoriert, auch entstand ein Appartement für die Kaiserin in Venedig: Die KuK-Monarchie konnte sich so als das neue Reich eines Sonnenkönigs verstehen. In den 1920er Jahren erlebte die Welt noch einmal eine Rokokobegeisterung. Während zeitgleich das Art Déco begann seine Erfolge zu feiern, entstanden in den USA ebenso wie in Europa parallel zu den modernen, kühl-geometrischen Entwürfen erneut Raumausstattungen im Rokoko-Stil. Gerade für das Schlafzimmer einer Dame, für Gartenpavillions und elegante Festsäle bot sich diese Formensprache so sehr an, dass sie zahlreich Verwendung fand. Der hier vorliegende Clip ist aus dieser Mode entstanden und verbindet die Lust des Art Déco an weißem Schmuck aus Diamanten und Platin mit den sinnenfrohen Formen des Rokoko. Elegante Schwünge bilden die für die Epoche namensgebende Roccaille aus, während gebogene Drähte an jene Pflanzengirlanden erinnern, die in den Salons des Rokoko über Vorhänge, Wände und Möbel wucherten. So entsteht ein Schmuckstück, das entführen will in eine romantische, märchenvolle Gegenwelt. Und seien wir ehrlich: Wer möchte diesen Traum nicht hin und wieder auch einmal träumen? Gefertigt ist der Clip – übrigens die wohl typischste Broschenform des Art Déco überhaupt – aus Platin. Seine kostbare Ausstattung des Stücks hat auch ein unabhängiges Gutachten bestätigt. Es liegt der auf viele Weisen tragbaren Brosche bei.
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Das besondere am Clip ist, dass er nicht mehr nur am Revers, sondern überall am Kleid, am Gürtel, an der Tasche und selbst im Haar getragen werden konnte. Oft als Paar, doch gern auch einzeln, ließen sich so überraschende Akzente setzen, welche so bislang nicht möglich waren. Die Form der Clips war zum Zeitpunkt ihrer Einführung zunächst flach, die Oberflächen reich mit Diamanten besetzt. Im Laufe der 1930er Jahre kamen dann immer voluminösere, geometrische Formen in Mode. Auch ersetzte Gelbgold wieder das zuvor favorisierte Weißgold, ganz im Einklang mit der allgemeinen Tendenz des Art Déco. Eine letzte Neuerung vor dem Umbruch des großen Krieges bestand gegen Ende der 1930er Jahre dann darin, die rückseitige Halterung neu zu gestalten. War hier bislang eine einzige große Platte mit Federmechanismus angebracht, so wurden nun zwei miteinander verbundene Nadeln verwendet. Vgl. zur Geschichte des Clips David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 322–325, mit zahlreichen Abbildungen.
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Unser Versprechen

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