Ein Diamantgarten

Elegantes Diamant-Armband mit Saphiren, um 1920

Weiß leuchtende Armbänder, besetzt mit strahlenden Diamanten, waren die große Leidenschaft des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Dame die es sich leisten konnte trug solche Schätze – oft nicht nur einzeln, sondern kombinierte gleich mehrere davon zu einem strahlenden Arrangement aus puren Luxus an ihrem Handgelenk. So kennen wir die Hollywoodstars dieser Jahre auf alten Schwarz-Weiß Aufnahmen, die unsere Vorstellung von der Famme Fatal dieser Jahre bis heute prägen. Aus dieser Epoche stammt das vorliegende Armband mit etwa 1,21 ct Diamanten. Um einen zentralen Brillanten im Altschliff reihen sich, von zarten Stegen gehalten, weitere große und kleine Diamanten in historischen Schliffen. Teilweise einzeln wie Blüten gefasst, teilweise in deutlich vom Jugendstil inspirierten Blattformen gesetzt, erblühen sie wie ein geheimnisvoller Garten vor unseren Augen. Blau leuchtende Bänder aus Saphiren fügen der Komposition die Ahnung einer zauberhaften Nacht hinzu. Das Armband ist aus feinem Silber geschmiedet und in früherer Zeit bereits zusätzlich rhodiniert worden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es üblich, Juwelen mit Diamanten aus Silber herzustellen, da Platin und Weißgold noch nicht verfügbar waren. Mit warm funkelndem Gold hingegen wäre der gewünschte Eindruck des kühlen Glanzes nicht zu erreichen gewesen. Im Laufe seiner Geschichte wurde das Band nach Graz in Österreich importiert und dort, irrtümlich, für Gold gehalten. Ein Fehler der Prüfbehörde, den man leicht verstehen kann: Denn so reich wie seine Ausstattung ist, mag man ohne das Wissen um historische Schmucktechniken gar kein Silber erwarten.

„Glanzleistungen der Technik sind die heutigen synthetischen Steine, die oft selbst vom Fachmann erst nach umständlicher Prüfung von echten Steinen zu unterscheiden sind. Besonders beliebt unter diesen kunstvollen Schöpfungen sind die Spinelle in der Farbe des Aquamarins mit einer bezaubernden Klarheit und Durchsichtigkeit. In echtem Silber gefasst, die Reife der Ringe aus echtem Gold, lösen sie ungeteilte Bewunderung aus!“ (Aus einem Schmuck-Katalog von 1939) August Verneuil entwickelte 1902 eine zuvor undenkbare Technik zur Züchtung von Edelsteinen im Laboratorium, die die Schmuckwelt des beginnenden Jahrhunderts revolutionierte. Die in eigens dafür entworfenen Apparaturen entstandenen Spinelle waren in der Struktur und Farbe kaum noch von natürlichen Saphiren und Rubinen zu unterscheiden - und wurden ab etwa 1920 zum „dernier cri“, zum „must have“ der Modewelt. Der Schmuckstein in dem hier vorliegenden Stück ist ein solcher früher syntherischer Spinell, der nach dem neuen Verneuil Verfahren gezüchtet wurde. Seine schöne, intensive Farbe beglückt , sobald der Stein im Lichte funkelt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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