Herzblatt mit Schleife

Anhänger mit Rubin, Demantoiden & Mondsteinen in Gold, um 1910


1.490,00 € *
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Anhänger mit Rubin, Demantoiden & Mondsteinen in Gold, um 1910
Anhänger mit Rubin, Demantoiden & Mondsteinen in Gold, um 1910
Beschreibung
Dieser zarte Anhänger aus Gold, blauem Email und Edelsteinen ist ein schönes Beispiel für den verfeinerten Geschmack des frühen 20. Jahrhunderts. In einem ovalen Rahmen, unter einer Schleife beweglich angegracht, wird ein Blumenbouquet präsentiert. Aufstrebende Bätter aus Gold rahmen vier in einer Reihe untereinander angeordnete Blüten: Die beiden äußeren aus Demantoid, eine größere aus einem blau schimmernden Mondstein und eine kleinere aus einem natürlichen Rubin. Unten sodann sind drei weitere, kleinere Mondsteine beweglich angehängt. Sie schimmern blau, bzw. in der Mitte, leicht golden-grünlich. Es lohnt sich, den Anhänger immer wieder und genau anzusehen. Erst dann erschließt sich die Rafinesse und Anspielungsreichtum, mit welcher er entworfen wurde. Da sind zum einen die Farben: Neben leicht rötliches Gold tritt Blau in Form des Email und der schillernden Mondsteine. In der Mittelachse fügt sich grün hinzu, als Mischfarbe von Gold und Blau, intensiver in den Demantoiden, und schwächer im Mondstein unten in der Mitte. Allein der Rubin macht hier einen kalkulierten Bruch, er ist der Höhepunkt der Komposition, und fügt sich durch seine Anordnung beinahe in der Mitte gleichwohl harmonisch ein. Schleife und Rahmen sind mit blauem Email belegt, das durch schwarze Tupfen den Eindruck eines Stoffbandes erweckt. Es wirkt nordisch, nordeuropäisch, auf jeden Fall sommerlich und leicht. Die goldenen Blätter in Herzform sind ebenfalls typisch für Schmuck des Jugendstils in Nord- und Mitteleuropa. Archibald Knox verwendet sie als Motiv bereits um 1900 häufig. In der Wiener Werkstätte gebrauchen es Carl Otto Czeschka und Josef Hoffmann zurückgeführt, ab etwa 1905. Zu finden ist es aber auch in der dänischen Schmuckkunst des sog. Skonvirke um 1910 und in den Entwürfen z.B. bei Theodor Fahrner. Die Kombination von Schliefe und Herzblatt lässt uns davon ausgehen, dass der Anhänger in den Jahren um 1910 herum entstanden ist. Vielleicht in Großbritannien, wo wir ihn in London entdeckt haben, vielleicht aber auch in Deutschland oder Österreich. Leider trägt er keine Punzen, die hier etwas Genaueres verraten könnten. Die modern angefertigte Kette wurde ihm bereits in Großbritannien beigegeben.
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Mehr über das Blattmotiv bei Theodor Fahrner lesen Sie bei Brigitte Leonhardt/Dieter Zühlsdorff (Hrsg.): Theodor Fahrner – Schmuck zwischen Avantgarde und Tradition, Stuttgart 2005, S. 58 f. Dort auf S. 145 ff. ebenso mehrere Beispiele ähnlicher Dekore zwischen 1910 und 1914.
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Unser Versprechen
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