Künstlerliebe

Italienische Muschelkamee des Raffael als Brosche, um 1850


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Beschreibung
Ein junges Paar begegnet uns in dieser Kamee hintereinandergestaffelt im Profil. Es trägt Kleidung wie sie in den Jahren um 1500 getragen wurde und entführt uns in die Jahre der Renaissance. Kinnlanges Haar umrahmt das Haupt des Mannes, das von einem voluminösen Barett bedeckt ist. Die Dame im Hintergrund trägt eine kostbare Haube mit Perlbesatz. Beide Figuren sind durch Wolken in den Himmel gehoben. Doch ist es nicht der Himmel der antiken Götter: Es ist der Himmel der schönen Künste, der hier gemeint ist, denn eine Malerpalette mit Pinseln gibt den Hinweis, das hier ein Maler dargestellt ist: Und tatsächlich ist Raffael gemeint, hier zusammen mit seiner Geliebten Margherita Luti. Schon zu Lebzeiten war Raffaello Santi (1483-1520) so berühmt, dass er in der Regel nur bei seinem Vornamen genannt wurde. Sein größter Rivale und der einzige Künstler, dessen eigener Ruhm Raffaels lebzeitig noch überschattete, war Michelangelo. Auch noch im 19. Jahrhundert wurden die Gemälde Raffaels, allem voran seine Madonnengemälde geschätzt und so sehr bewundert, dass sie zahlreich kopiert und vervielfältgt wurden, auf Porzellan, in Kupferstichen und auch in Gemälden. Die hier vorliegende Brosche zeigt die Wertschätzung Raffaels in jenen Jahren, wir datieren sie in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Längst war auch seine Geliebte Margherita Luti, genannt „la Fornarina“ (die kleine Bäckerin) gemeinhin bekannt. Raffael hatte sie einige Male porträtiert und ihr Gesicht seinen Madonnen geliehen, für die sie Modell gesessen hatte. Die ungewöhnliche Kamee wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit in Italien geschnitten und dort als Reiseandenken erworben und nach England gebracht, wo die Fassung aus sog. Pinchbeck dazugekommen ist, die im Geschmack der Zeit mit vielen kleinen C-Schwüngen entworfen wurde. Das sammelwürdige Schmuckstück, als Brosche zu tragen, kam aus einer bedeutenden Berliner Sammlung zu uns.
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Ein heute eher vergessenes Kapitel der Schmuckgeschichte sind die vielen durch die Jahrhunderte gebrauchten Ersatzmaterialien für die teuren Edelmetalle Gold und Silber. Die Namen dieser Erfindungen sind dabei Legion, vielleicht haben Sie schon einmal von Tombak gehört oder Alpacca, Neusilber oder auch Argentan? Im 19. Jahrhundert wurde Gold häufig durch Messing, also Legierungen aus Kupfer und Zink, ersetzt. Der Londoner Uhrmacher Christopher Pinchbeck (ca. 1670 – 18. November 1732) erfand eine besondere, nach ihm benannte Legierung, deren Farbe dem Gold besonders nahe kam und fortan vor allem in England besonders populär wurde. Zu Christopher Pinchbek vgl. Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 80 S. 39f.
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Unser Versprechen

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