So nah und doch so fern

Feine Portraitminiatur des Rokoko in einer Goldfassung mit Granat, um 1760 & später


1.590,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Feine Portraitminiatur des Rokoko in einer Goldfassung mit Granat, um 1760 & später
Feine Portraitminiatur des Rokoko in einer Goldfassung mit Granat, um 1760 & später
Beschreibung
Im Zentrum dieser Brosche, die wir in London entdeckt haben, steht das fein gemalte Bildnis einer jungen Dame. Ihr leicht zur Seite gewandter Kopf, die locker zurückgenommene Frisur mit einigen Stirnfransen, das tief ausgeschnittene, gerüschte Kleid in zarten Rosétönen sowie die eng um den Hals gelegte Perlenkette entsprechen der eleganten Mode des Rokoko. Auch die zurückhaltende Farbigkeit, der weich getupfte Hintergrund und die pudrige Modellierung des Inkarnats weisen in die Jahre kurz nach der Mitte des 18. Jahrhunderts. Vergleichbare Porträtminiaturen finden sich z.B. im Victoria & Albert Museum in London, vgl. hier, sowie im Nelson Atkins Museum in Kansas City, vgl. hier. Miniaturen wie diese sind als Erinnerungsstücke oder Freundschaftsgaben entstanden. Lange bevor die Fotografie erfunden war, war die Porträtmalerei das einzige Medium, das in der Lage war, die Gegenwart eines Menschen in Stellvertreterfunktion zu bewahren. Die intime Wirkung des Miniaturporträts beruht gerade auf der Reduktion der Größe: Anders als repräsentative Gemälde in großem Format waren Miniaturen für die unmittelbare Nähe und den persönlichen Blick bestimmt. Die uns heute unbekannte Dargestellte erscheint in ihrem Bildnis nicht in höfischer Pracht, sondern in einer idealisierten Natürlichkeit, die das Rokoko besonders kultivierte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt das Porträt seine heutige Fassung aus neunkarätigem Gold und Granaten; da das Rokoko mehrere Moden erlebte, ist nicht genau zu sagen, wann. Auch im 18. Jahrhundert wurden Granate als Rahmung für Miniaturen verwendet, dann jedoch meist in Tafelschliffen. Ein schlichter Kranz aus tiefroten Granaten im Rosenschliff umgibt hier die Miniatur. Das tiefe Rot des Granats bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu den pudrigen Rosa-, Weiß- und Grautönen der Malerei. Das Schmuckstück vereint damit zwei unterschiedliche Zeitebenen – und verwandelt ein privates Bildnis des 18. Jahrhunderts in ein nostalgisches Erinnerungsstück viktorianischer Zeit.
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Größe & Details
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Unser Versprechen
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