Italienische Reise

Exzeptionelles Collier mit acht Mikromosaiken in Gold, Rom um 1835


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Exzeptionelles Collier mit acht Mikromosaiken in Gold, Rom um 1835
Exzeptionelles Collier mit acht Mikromosaiken in Gold, Rom um 1835
Beschreibung
Die reiche Fülle der römischen Ruinen überrascht und begeistert noch heute jeden Reisenden in die Ewige Stadt. Angefangen beim Kolosseum über die Triumphbögen am Forum Romanum bis hin zu den Palästen der Kaiser gibt es so viel zu entdecken und zu bestaunen, dass die Erinnerung kaum alle Eindrücke fassen kann. So wie uns heute erging es auch den Reisenden früherer Jahrhunderte. Schon zu Goethes Zeiten entstand daher die Sehnsucht nach Souvenirs, welche das Gesehene bildlich festhielten. Druckgrafiken ließen sich daher an vielen Ecken der Stadt erwerben. Doch auch Schmuck entstand, vornehmlich mit Mikromosaiken, als Andenken. Das hier vorliegende Collier präsentiert uns acht ovale Mikromosaike mit Ansichten aus Rom und seiner Umgebung. Die in blaues Glas gesetzten Darstellungen zeigen antike Monumente, freigestellt von ihrem städtischen Umfeld. So scheinen sie allein in der freien Landschaft zu stehen, was ihre erhabene melancholische Wirkung verstärkt. Wir sehen von links nach rechts die Pyramide des Cestius, den Bogen des Gallienus, eine Apsis des Tempels der Venus und Roma, den Tempel der Vesta in Tivoli, den Rundtempel des Hercules Victor auf dem Forum Boarium, den Bogen des Titus in seiner unrestaurierten Form sowie zwei unbekannte Ruinen, bei denen es sich vermutlich um Aquäduktbögen und ein Grabmal an der Via Appia handelt. Die der Größe nach gestaffelten Mikromosaike sind samt ihrer Fassungen ausweislich der Punzierung im damaligen Kirchenstaat in Rom entstanden. Die schlichten Fassungen aus hochkarätigem Gold und die elegante Form der zweifachen Zwischenkettchen lassen uns das Collier in die 1830er Jahre datieren. Es ist wunderbar erhalten und ein wunderbares Zeugnis der bis heute andauernden, immer aufs Neue wirksamen Begeisterung für die Ewige Stadt.
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Der Ursprung der Kunst des Mikromosaiks liegt in Rom. Hier, genauer im Vatikan, bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Werkstatt für Mosaike aus Glassteinen. Zunächst um die im Petersdom aufgestellten Altargemälde in dauerhafter Form gegen Kerzenruß, Feuchtigkeit und Dreck zu schützen, welchen die vielen Pilger in die Kirche brachten. Später, nachdem diese Aufgabe dann abgeschlossen war, entstanden weiterhin Gemäldekopien sowie Landschaftsdarstellungen in Gemäldegröße. Die Idee, diese letztlich antike Technik auch für Schmuckstücke und zur Dekoration kunstgewerblicher Gegenstände zu nutzen, entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Grand Tour erreichten zahllose Reisende aus Nordeuropa die Stadt und erzeugten eine große Nachfrage nach Souvenirs. Nicht zuletzt um diesen Markt zu bedienen, entstand eine ganz neue Kunstform: Mikromosaike sind klein und transportabel und eigneten sich daher ganz besonders dazu, mit in die Heimat im Norden genommen zu werden. Da sie außerdem meist die Schönheiten Roms oder Motive aus der Antike zeigen, verwundert ihr Erfolg als Reiseerinnerung kaum. Die „Erfindung“ des Mikromosaiks verbindet sich vor allem mit Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti, welche um das Jahr 1775 herum diese Technik perfektionierten. Sie begründeten eine Tradition, aus der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mosaike mit einem derartigen Detailreichtum und Kunstfertigkeit entstanden, welche nie zuvor und auch nicht mehr danach erreicht wurde. Denn bis heute werden in Rom entsprechende Mosaike hergestellt, wenn auch in deutlich minderer Qualität. Ein schönes Video, das die Entstehung eines Mikromosaiks zeigt, hat das Victoria & Albert Museum in London veröffentlich unter diesem Link. Zur Technik und Geschichte des Mikromosaiks empfehlen wir zudem Maria Grazia Branchetti: Mosaici muniti romani, Rom 2004, mit vielen Arbeiten Giacomo Raffaellis, sowie Roberto Grieco/Arianna Gambino: Roman Mosaic. L’arte del micromosaico fra '700 e '800, Mailand 2001.
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Unser Versprechen
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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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