Der Stoff, aus dem die Träume sind

Glamouröser „Drapery“-Clip des Art Déco, Paris 1940er Jahre

Die hier vorliegende Clip-Brosche ist als ein in sich verknotetes Stoffband entworfen, als eine große Schleife aus Silber, reich besetzt mit funkelnden Amethysten. Dabei ist die Mitte des Entwurfes mit einer Reihe großer, oval facettierter Amethyste belegt. Am oberen Rand markieren zwei Reihen kleinerer Steine den Verlauf des Schleifenbandes. Die ausladende, kraftvolle Gestaltung als stilisierter Stoffbehang wird im englischen Sprachgebrauch auch als „Drapery Jewellery“ bezeichnet. Diese Formen sind typisch für die 1940er Jahre. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten entstanden so Schmuckstücke, deren Hauptaugenmerk auf spiegelnden, undekorierten und glänzenden Metallflächen lag, für welche weniger Edelsteine benötigt wurden als für die Entwürfe der Dekade zuvor, denn die Handelswege waren durch den Krieg abgeschnitten. Edelsteine wurden somit sparsam verwendet, oft aus älteren Stücken ausgefasst; auch die großen Juweliershäuser arbeiteten oft mit sog. Halbedelsteinen wie Amethysten oder Citrinen, die bei aller Schönheit weniger kostenintensiv waren und auch in Europa gefördert wurden. Die Brosche ist ausweislich ihrer Punzierungen in Paris entstanden. Sie ist sehr gut erhalten und ein schönes, auch seltenes Zeugnis für Schmuck aus dieser Zeit der Umbrüche.

Eine der schönsten und typischsten Schmuckstücke des Art Déco ist der Clip. Extravagante, kostbare, meist mit Diamanten besetzte Exemplare haben Cartier, Boucheron und Van Cleef und Arpels ab den späten 1920er Jahren in Paris hergestellt und schon bald folgten ihnen die Goldschmiede der ganzen Welt. Das besondere an dieser neuen Art der Brosche war, dass sie nicht mehr nur am Revers, sondern überall am Kleid, am Gürtel, an der Tasche und selbst im Haar getragen werden konnte. Oft als Paar, doch gern auch einzeln, ließen sich so überraschende Akzente setzen, welche so bislang nicht möglich waren. Die Form der Clips war zum Zeitpunkt ihrer Einführung zunächst flach, die Oberflächen reich mit Diamanten besetzt. Im Laufe der 1930er Jahre kamen dann immer voluminösere, geometrische Formen in Mode. Auch ersetzte Gelbgold wieder das zuvor favorisierte Weißgold, ganz im Einklang mit der allgemeinen Tendenz des Art Déco. Eine letzte Neuerung vor dem Umbruch des großen Krieges bestand gegen Ende der 1930er Jahre dann darin, die rückseitige Halterung neu zu gestalten. War hier bislang eine einzige große Platte mit Federmechanismus angebracht, so wurden nun zwei miteinander verbundene Nadeln verwendet. Vgl. zur Geschichte des Clips David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 322–325, mit zahlreichen Abbildungen.

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