Neu erblüht

Kraftvoller Ring mit unbehandeltem Rubin & Diamanten in Gold, um 1890 & um 1935


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Kraftvoller Ring mit unbehandeltem Rubin & Diamanten in Gold, um 1890 & um 1935
Kraftvoller Ring mit unbehandeltem Rubin & Diamanten in Gold, um 1890 & um 1935
Beschreibung
Der hier vorliegende Ring nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeit. Sein Schaustück ist eine Blüte aus Diamanten und einem Rubin. Alle Steine sind in Gold gefasst. Eine breite Schiene aus Gold macht die Blüte zum Ring. Die rund 1,35 Karat schweren Diamanten sind sogenannte „Old Mine Cut“-Diamanten. Dieser Schliff war im 19. Jahrhundert die gebräuchlichste Form des Diamanten. Seine Proportionen entsprechen noch nicht dem Standard des heutigen Brillanten, besitzen jedoch einen ganz eigenen Reiz. Die hier eingesetzten Steine sind weiß beziehungsweise nur leicht warm getönt und zeigen eine gute, verführerische Brillanz. Ihr Schliff legt nahe, dass sie bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts oder nur wenig später geschliffen wurden. Der Ring fasst die Diamanten in Gold, in einer Kombination hohen Krappen und Zwischenstegen, welche die Steine sicher an ihrem Platz halten. Diese Art der Fassung ist typisch für das späte 19. Jahrhundert, insbesondere für die 1880er und 1890er Jahre. Die zentrale Blüte dürfte daher in dieser Zeit entstanden sein – vielleicht als ein Ohrring und sicher unter Verwendung von damals bereits älteren Diamanten. Heute umgeben die Diamanten einen tiefrot leuchtenden Rubin. Es handelt sich um einen unbehandelten Rubin aus Burma, dem heutigen Myanmar. Sein runder Cabochonschliff ist allerdings ungewöhnlich für Schmuck des 19. Jahrhunderts, was nahelegt, dass er ursprünglich nicht Teil der Blüte war. Wann aber wurde er ergänzt? Wahrscheinlich in den 1930er Jahren. Damals entstand vermutlich auch die kraftvolle Ringschiene mit ihren hohen Schultern und ihrer Vorliebe für klare geometrische Formen. Sie verleiht der antiken Blüte eine moderne Note und machte sie wohl erstmals zu einem Ring. Farbige Edelsteine im Cabochonschliff waren seit den 1920er Jahren besonders beliebt, sodass vieles dafür spricht, dass auch der Rubin damals eingesetzt wurde. Es ist überraschend, wie viele Veränderungen sich in diesem so homogen und überzeugend wirkenden Ring verbergen. Doch so ist es oft bei antikem Schmuck: Er wird verändert, weitergegeben, geliebt und neu interpretiert – und erzählt gerade dadurch die Stationen seiner Geschichte.
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Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen, und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sogenannte Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirklich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Krieg. Der Brillant ist somit eine eigentlich erst recht neue Erfindung – und das bedeutet auch, dass bei einem Diamanten, der im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschliffen wurde, einem sog. „Altschliff“, die Proportionen des Steins nicht dem Standard des heutigen Brillanten folgen. Altschliffe wurden in der damaligen Zeit immer individuell geschliffen: Man wollte den optimalen Weg finden zwischen dem besten Glanz einerseits und dem geringsten Materialverlust beim Schleifen andererseits.
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Größe & Details
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Unser Versprechen
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