Vedute di Roma

Prachtvolles antikes Armband mit Mikromosaiken in Gold, Rom um 1850


5.980,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Prachtvolles antikes Armband mit Mikromosaiken in Gold, Rom um 1850
Prachtvolles antikes Armband mit Mikromosaiken in Gold, Rom um 1850
Beschreibung
Nicht anders als wir heute brachten auch die Reisenden des 19. Jahrhundert gern Andenken und Souvenirs vom Aufenthalt in der Ferne mit nach Hause. Von einer Reise nach Rom waren dies oft kostbare Mosaike mit Ansichten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Seit dem Ende des 18. Jahrhundert war hier, genauer im Vatikan, eine Werkstatt entstanden, in der aus winzigen Glassteinchen die wunderbarsten Mosaike gelegt wurden. Beliebtestes Motiv waren dabei Darstellungen der Ruinen des antiken Roms und einige ausgewählter moderner Bauten. Das hier vorliegende Armband ist hierfür ein besonderes qualitätvolles Beispiel. Wir sehen in feinen Rahmen aus hochkarätigem Gold sechs rechteckige Felder, die in ovalen Bildausschnitten ungemein feine, detailreiche Mikromosaike tragen. Die Reise in die Ewige Stadt beginnt mit einer Ansicht des Kolosseums. Es folgen die Wasserfälle von Tivoli, mit dem Rundtempel der Sybille, der runde Tempel am Forum Boarium, die drei Säulen des Tempels des Vespasian auf dem Forum Romanum, sodann eine Ansicht des Augustusforum und zuletzt – als Höhepunkt des zeitgenossischen Roms – der Petersplatz mit dem Petersdom. Interessant ist hierbei, dass das Armband Ansichten festhält, die es so heute nicht mehr gibt. Die Säulen des Tempels des Mars Ultor auf dem Augustusforum wurden mit dem Bau der Via dei Fori Imperiali unter Mussolini weiter freigelegt, die auf dem Mosaik sichtbaren Anbauten links sowie der Glockenturm darüber abgerissen. Der frühere Zustand findet sich aber z.B. in Giovanni Battista Piranesis Le Antichità Romane, Band 1, Rom, 1784, Taf. XXX überliefert. Der Band ist online einzusehen an dieser Stelle.. Und auch die Ansicht des Petersplatzes zeigt ein interessantes Detail. Oder besser: Zeigt es nicht! Denn wir sehen den Platz noch ohne die 1854 installierte Gasbeleuchtung, die in großen Kandelabern um den Obelisken herum gruppiert wurde. Auf nach diesem Zeitpunkt hergestellten Mosaiken sind die Kandelaber voller Stolz auf die Modernität der Stadt meist dargestellt, vgl. z.B. hier. Dass sie hier fehlen, ist also ein Hinweis auf den Entstehungszeitraum des Armbandes. Wir datieren das Armband auf die Jahre um 1850. Roberto Grieco/Arianna Gambino: Roman Mosaic. L’arte del micromosaico fra '700 e '800, Mailand 2001, zeigen auf S. 67 ein ganz vergleichbares Armband, ebenso aus Rom und in derselben Zeit entstanden. Wir haben das Armband in London entdeckt.
Mehr Erfahren
Der Ursprung der Kunst des Mikromosaiks liegt in Rom. Hier, genauer im Vatikan, bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Werkstatt für Mosaike aus Glassteinen. Zunächst um die im Petersdom aufgestellten Altargemälde in dauerhafter Form gegen Kerzenruß, Feuchtigkeit und Dreck zu schützen, welchen die vielen Pilger in die Kirche brachten. Später, nachdem diese Aufgabe dann abgeschlossen war, entstanden weiterhin Gemäldekopien sowie Landschaftsdarstellungen in Gemäldegröße. Die Idee, diese letztlich antike Technik auch für Schmuckstücke und zur Dekoration kunstgewerblicher Gegenstände zu nutzen, entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Grand Tour erreichten zahllose Reisende aus Nordeuropa die Stadt und erzeugten eine große Nachfrage nach Souvenirs. Nicht zuletzt um diesen Markt zu bedienen, entstand eine ganz neue Kunstform: Mikromosaike sind klein und transportabel und eigneten sich daher ganz besonders dazu, mit in die Heimat im Norden genommen zu werden. Da sie außerdem meist die Schönheiten Roms oder Motive aus der Antike zeigen, verwundert ihr Erfolg als Reiseerinnerung kaum. Die „Erfindung“ des Mikromosaiks verbindet sich vor allem mit Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti, welche um das Jahr 1775 herum diese Technik perfektionierten. Sie begründeten eine Tradition, aus der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mosaike mit einem derartigen Detailreichtum und Kunstfertigkeit entstanden, welche nie zuvor und auch nicht mehr danach erreicht wurde. Denn bis heute werden in Rom entsprechende Mosaike hergestellt, wenn auch in deutlich minderer Qualität. Ein schönes Video, das die Entstehung eines Mikromosaiks zeigt, hat das Victoria & Albert Museum in London veröffentlich unter diesem Link. Zur Technik und Geschichte des Mikromosaiks empfehlen wir zudem Maria Grazia Branchetti: Mosaici muniti romani, Rom 2004, mit vielen Arbeiten Giacomo Raffaellis, sowie Roberto Grieco/Arianna Gambino: Roman Mosaic. L’arte del micromosaico fra '700 e '800, Mailand 2001.
Mehr Erfahren
Mehr Lesen
Größe & Details
Prachtvolles antikes Armband mit Mikromosaiken in Gold, Rom um 1850
Vedute di Roma
5.980,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Unser Versprechen
Unser Versprechen
Unser Versprechen

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von einem Monat jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

Mehr Erfahren