(K)ein Hundeleben

Viktorianischer Essex Crystal eines Terriers als Brosche & Anhänger, England um 1870

Der Engländer an sich neigt mitunter zu Eigenarten, die ihn in den Augen der Festlandeuropäer meist liebenswert erscheinen lassen. Manche Dinge werden zu wahre Passionen ausgebaut, so gibt es kaum ein Volk, das so exzessiv Gärten anlegt, Teppichböden in Badezimmern verlegt oder witzig aussehende Hunde liebt. Dieser letztgenannte Umstand führte dazu, dass einige der skurilsten Hunderassen aus Großbritannien kommen. Angefangen beim Welsh Corgie über den Basset, den Jack Russel Terrier oder die englische Bulldogge, gibt es zahllose Beispiele für Hunderassen, die auf der Insel ihren Anfang nahmen. Ein ganz besondere Kerlchen englischen Ursprungs sehen wir hier auf diesem sowohl als Brosche als auch als Anhänger zu tragendem Schmuckstück. Vor goldenem Grund sehen wir einen sogenannter „Essex Crystal“ mit Porträt eines kleinen Terriers. Die Darstellung ist bei einem Essex Crystal von hinten in der Art eines Intaglio in einen Bergkristall geschnitten und wird anschließend bemalt. Der kleine Hund mit schwarzem Fell trägt ein Halsband und schaut uns etwas grimmig oder skeptisch entgegen. Es ist anzunehmen, dass hier eine etwas exzentrische Lady oder ein Gentleman ihren Liebling in diesem seltenen Medium portraitieren lies, um ihn immer ganz nah bei sich tragen zu können! Meisterlich ist es dem ausführenden Meister gelungen, die Physiognomie und den aufmerksamen Charakter des Tieres einzufangen. Die Darstellung ist zudem mit einer Goldplatte hinterlegt, um die dreidimensionale Wirkung der plastischen Schnitte noch zu erhöhen. Genauestens sind Details des Fells zu erkennen und durch den tiefen Schnitt zeigt sich in den Kristallen sogar ein echtes Schattenspiel der Figur. Der Essex-Kristall ist in hochkarätiges Gold gefasst, die Formensprache der Fassung und ihre Details lässt uns das Stück in die 1870er Jahre datieren. Für alle Hundeliebhaber ein zauberhaftes Schmuckstück!

Die genauen Ursprünge des Essex Crystal sind unbekannt; erstmals beobachten lassen sich entsprechende Schmuckstücke jedoch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Bevorzugt wurden hier Hunde, Katzen, Pferde und Jagdmotive dargestellt. Die handwerklichen Fähigkeiten die nötig waren um den lebensnahen Realismus der Abbildungen zu erreichen waren enorm. Die kleinen Porträt-Miniaturen wurde mit Hilfe einer Reihe von Techniken und Schritten erzeugt. Zu Anfang wird ein klaren Bergkristall oder ein Stück Glas zu einem Cabochon geschliffen, mit einer gewölbten Vorderseite und einer flachen Rückseite. Sodann wird das Motiv als negativ Form oder Intaglio in die Rückseite geschnitten um den erwünschten dreidimensionalen tromp l’loeil-Effekt zu erreichen. Die so entstandene Abbildung wird nun in mühsamer Handarbeit ausgemalt, bei der selbst kleinste Details mit bewunderungswürdiger Naturtreue wiedergegeben werden. Schließlich wird die Darstellung mit einen dünnen Hintergrund z. B. aus Perlmutt versehen und der Kristall dann zu einem Schmuckstück gefasst.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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