Diamanten und Champagner

Zartes Collier mit Diamanten & Naturperlen in Gold & Platin, um 1905

„Unter der gestreiften Markise floss ein kontinuierlicher Strom schwarzer Mäntel und prächtiger Kleider in das Haus. Dort von Umhängen und Mänteln befreit, blitzten die Besitzer der besagten Garderobe in kostbarer Kleidung und glänzenden Juwelen auf. Überall funkelten Diamanten. Auf schneeweißen Hemden und vollen Büsten, auf gepuderten Hälsen, nackten Armen und unbehandschuhten Fingern. Sie krönten die ebenholzfarbenen Haare stattlicher Matronen und funkelten zwischen den gelockten und geflochtenen Haaren junger Frauen. Sie leuchteten auf Trägern und Dekolletés der Kleider und wanden sich schlangenartig um runde Handgelenke…“ (Übersetzt nach dem Fortsetzungsroman „The Countess Pharamond“, London Society, April 1892, S. 336.) Die Belle Époque, die Jahre zwischen ausgehendem 19. Jahrhundert und Beginn des ersten Weltkriegs, erhoben die Nichtfarbe Weiß zur Königsdisziplin des Schmucks. Besonders ein Stil wurde zur effektvollen Präsentation von Diamanten und Perlen auserkoren: Der Garland Style oder Girlandenstil. Seine Motive – Schleifen, Lorbeerblätter und die namensgebenden Girlanden – waren dem späten 18. Jahrhundert entlehnt, den letzten Jahren des Ancien Regime. Nun scheute man sich nicht mehr davor, diese Zeit zu referenzieren; Adel und die durch Industrialisierung zu hohem Wohlstand gekommene Bourgeoisie nutzten den implizierten Vergleich gleichermaßen, um sich zu repräsentieren. In diese Zeit der großen Bälle und rauschenden Feste im frühen elektrischen Licht ist auch das vorliegende Collier zu verorten. Geradezu exemplarisch vereint es die oben genannten Charakteristika zu einem Entwurf, der an Leichtigkeit und Eleganz kaum zu überbieten wäre. Feinste „knife wires“ (sog. Messerstege), schimmernde Perlengirlanden und eine diamantbesetzte Schleife sind derart angeordnet, dass der Blick immer und immer wieder zum großen tropfenförmigen Diamanten in der Mitte findet, der – nur allzu passend – mit einer zarten Champagnerfarbe aufwartet. 41 weitere Diamanten besetzen die zarten Formen, allesamt in historischen Schliffen geformt. Das Collier fasst die Diamanten in Platin, welches die Front des eigentlich rückseitig aus Gold gearbeiteten Stückes belegt. Eine feine Platin schließt sich zu den Seiten an. Das Collier der Jahre kurz nach 1900 ist hervorragend erhalten. Wir konnten es in England entdecken, doch wurden Stücke in diesem Stil in allen europäischen Metropolen gern getragen.

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