Keeping up with the Etruscans

Antiker Armreif aus Gold & Lapislazuli im Archäologischen Stil, um 1870


1.590,00 € *
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Antiker Armreif aus Gold & Lapislazuli im Archäologischen Stil, um 1870
Antiker Armreif aus Gold & Lapislazuli im Archäologischen Stil, um 1870
Beschreibung
In den früheren Jahrhunderten wandelten sich Moden und ästhetische Vorlieben lange Zeit nur sehr langsam. Im 19. Jahrhundert jedoch beschleunigte sich ihr Wandel enorm. Die Schmuckgeschichte kennt in den hundert Jahren zwischen 1800 und 1900 so viele Moden wie Generationen. Impulsgeber war dabei, das mag aus heutiger Sicht überraschen, die Geschichte: Es entstand Schmuck im Gotischen Stil, im Geschmack der Renaissance, des Barock und des Rokoko. Allein die Antike fehlte lange als Vorbild. Dies änderte sich, nachdem spektakuläre archäologische Funde in den Nekropolen von Tarquinia und Vulci in den späten 1820er Jahren die Schmuckwelt des Altertums wiederentdeckt hatten. Mit etwas zeitlicher Verzögerung begannen diese Fundstücke des geheimnisvollen Volkes der Etrusker in der Toskana ab der Mitte des Jahrhunderts auch die Schmuckgestalter zu inspirieren. Besonders Pio Castellani aus Rom und seine Söhne taten sich hier hervor. In Deutschland und Österreich entstanden entsprechende Stücke ab den mittleren 1860er Jahren. Der hier vorliegende Armreif ist für diesen sog. „Archäologischen Stil" ein schönes Beispiel. Er ist aus mattiertem Gold gefertigt und als ein einfacher, um den Arm geschlungener Stab gestaltet. An den Enden trägt der Entwurf jeweils eine Kugel aus Lapislazuli. Als einziger weiterer Schmuck sind vor der Kugel gedrehte Bänder aus Gold um den Armreif gelegt. Sie sind in der Größe gestaffelt und geben den Enden des Schmuckstückes den nötigen optischen Abschluss. Die intensiven Farben, tiefes Blau und armes Gold sowie die Verbindung von kleinteiligem Ornament und großen glatten Flächen sind ganz typisch für den Schmuck nach dem Vorbild der Antike. Vor allem aber ist es der um den Arm gelegte Entwurf mit den zwei offenen Enden, der in der Schmuckgeschichte erfolgreich wurde: Er ist direkt nach antiken Vorbilden gestaltet, vgl. z.B. dieses Armband im Art Insitute of Chicago, und wird bis heute immer wieder variiert: Letztlich sind selbst die Juste un Clou Armbänder von Cartier noch ein später Erbe dieser Gestaltungsidee. Zum Schmuck der Castellani vgl. ausführlich Susan Weber Soros/Stefani Walker (Hg.): Castallani and Italian Archaeological Jewelry, New Haven/London 2004.
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Lapislazuli wird seit alters her für seine unverwechselbare Farbe geschätzt. Der Stein, der seit der Antike in den Bergen Afghanistans abgebaut wird, fand nicht nur als Schmuckstein Verwendung, sondern wurde mindestens ebenso häufig zu einem kostbaren Pigment für die Malerei vermahlen. Künstler wie Giotto und Michelangelo nutzten Lapislazuli für einige ihrer bedeutendsten Werke, deren Blau bis heute durch seine außergewöhnliche Leuchtkraft begeistert. Michael Baxandall hat in seinem berühmten Buch Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance beschrieben, wie Künstler und Auftraggeber im Florenz der Renaissance in detaillierten Verträgen festlegten, wie viel Lapispigment etwa für den Mantel der Madonna in einem Fresko verwendet werden sollte. Da das Pigment außerordentlich kostbar war, machte sein Erwerb einen erheblichen Teil der Gesamtkosten eines Gemäldes aus; mitunter kostete es sogar mehr als das Honorar des Künstlers. Nach Europa gelangte das Pigment vor allem über Venedig und war dort als azzurro ultramarino – „das Blau von jenseits des Meeres“ – bekannt. Von dieser italienischen Bezeichnung leitet sich noch heute der Name Ultramarinblau ab.
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Unser Versprechen
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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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