Lindhorster Tracht

Eindrucksvoller Hochzeitsschmuck aus dem Schaumburger Land, datiert 1909


1.890,00 € *
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inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Beschreibung
Im 19. Jahrhundert gehörte Trachtenschmuck zu den gehüteten Besitztümern, die voller Stolz getragen von Generation zu Generation weitergereicht wurden. In einigen Regionen Deutschlands gehörten aufwändige Schmuckstücke zur typischen Hochzeits- und Feststagstracht. Besonders das Schaumburger Land am Fuße des Weserberglandes westlich von Hannover war für solche Schmuckstücke bekannt, die sich durch ihre charakteristische Formensprache und eigentümliche Gestaltung bis heute genau lokalisieren lassen. Ein ganzes Schmuckset aus dem Schaumburgischen, bestehend aus großen Ohrringen, einem Ring und großer Hemdspange, liegt hier vor: Es handelt sich um einen typischen Hochzeitsschmuck des östlichen Landesteils um Lindhorst, die der Ehemann der Ehefrau zur Vermählung überreichte. Die Ohrringe des Sets zeichnen sich nicht nur durch ihre auffallende Größe, sondern auch durch ihre langen Bügel aus. Nötig waren diese, um das Paar zu den ausschweifenden, die Ohren größtenteils bedeckenden Hauben tragen zu können, die traditionell Bestandteil der Lindhorster Festtracht sind. Mit den Jahren wurden die schwarzen Hauben immer größer und ausladender. So entwickelten sich auch die diesem Format angepassten Ohrringe, die statt in den Ohrläppchen dann im breiten Band der Hauben eingehakt werden konnten. Die übergroße Hemdspange zur Lindhorster Tracht, auch Brustspange genannt, zeichnet sich durch eine achteckige Form aus und zeigt charakteristische Applikationen aus gesägtem und anschließend vergoldetem Silber mit Vogelpaaren mit einem Herzen unter einer Krone. Weiterhin sehen wir das Monogramm der Brautleute mit der Jahreszahl „1909“ in dem die Hochzeit stattfand. Ein passender breiter Ring mit umlaufenden Steinbesatz komplettiert das wohlerhaltene Set. Alle Schmuckstück sind aus getriebenem Silber gearbeitet und zeigen einen aufwändigen Besatz aus farbenfrohen Glassteinen und partiellen Vergoldungen. Bei dem außergewöhnlichen Set handelt es sich um den gehüteten Besitz einer wohlhabenden Familie des Schaumburger Landes. Die Stücke kamen aus niedersächsischem Privatbesitz zu uns. Vergleichsbeispiele finden sich im Standardwerk von Gislind Ritz: Alter bäuerlicher Schmuck, München 1978, S. 73–79. Eine Postkarte der Jahrhundertwende zeigt eine stolze Trägerin der Lindhorster Tracht.
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Unser Versprechen

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