Im Kerzenschein

Florale Brosche „en pampille“ mit Diamantrosen, um 1850

Wer um 1850 einen Ball besuchte, der durfte sich an einer wahren Blütenpracht sattsehen: Echte Blumen, Blüten aus Seide und selbst solche aus kostbaren Steinen schimmerten im Kerzenlicht. Ob im Haar, als Brosche am Dekolleté, am weiten Reifrock des Kleides oder im tragbaren Bouquethalter („tussie mussie“), die Modekupfer jener Jahre zeigen uns den überbordenden Blumenschmuck der Damenwelt. Ein neuer Naturalismus hatte den Schmuck ergriffen und ließ die Goldschmiedekunst im wahrsten Sinne des Wortes Blüten treiben. Auch die vorliegende Brosche entstand im Zuge jener Mode. Sie zeigt sich asymmetrisch und dynamisch, als vom Wind gestreifter Blütenzweig, von dem Blätter oder Tau zu perlen scheinen. Diese Art der Gestaltung mit beweglichen Abhängungen, „en pampille“ genannt, ist ganz typisch für jene Zeit und erfüllte zudem einen Zweck: Ob die Trägerin eines solchen Schmuckstücks tanzte oder aber sich nur Luft zufächerte, stets bewegten sich die diamantenen Tropfen mit und blitzten im Licht auf. Insgesamt sind stolze 5,00 ct Diamanten in dieser Brosche verarbeitet worden, geschliffen – passenderweise – im historischen Rosenschliff, der seine Wirkung besonders bei Kerzenschein entfalten sollte. Aus dem dunkel patinierten Silber ihrer Fassungen treten die Diamanten besonders hell hervor. Die Rückseite hingegen ist aus Gold gearbeitet, sodass die Brosche am Ausschnitt des Ballkleides, an dem sie einst getragen wurde, keine dunklen Spuren hinterlassen konnte. Das Schmuckstück ist sehr gut erhalten. Vergleichbare Broschen jener Zeit finden sich etwa in Brigitte Marquardt. Schmuck. Realismus und Historismus. 1850-1895. Deutschland, Österreich, Schweiz, München 1998, S. 263 oder in David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S.118.

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