Kostbare Früchte

Brosche von Fonsèque & Olive in Amethyst & Diamanten, Paris 1889

Paris war im 19. Jahrhundert die Hauptstadt der Welt. Theater, Malerei, Musik – keine Kunstgattung, welche hier nicht zu den höchsten Höhen geführt worden wäre. Auch die Schmuckkunst macht hier natürlich keine Ausnahme und noch heute klingen die Namen der großen Meister aus Paris wie die Namen der Götter der Schmuckgeschichte: Falize, Chaumet, Lalique und Fouquet, um nur einige zu nennen, prägten mit ihren Werken die Geschichte des Schmucks und die Mode in ganz Europa. Die Bibel zu dieser Schmuckgeschichte ist das 1908 in drei Bänden in Paris erschienene Opus Magnum La bijouterie française au XIXe siècle von Henri Vever. Er beschreibt die Geschichte des französischen Schmucks im 19. Jahrhundert auf vielen hundert Seiten mit unzähligen Abbildungen und hat mit seinem Werk den Kanon der Schmuckgeschichte erst mit begründet. Ein Schmuckstück zu finden, dass sich in dieser Meistererzählung der französischen Schmuckkunst erwähnt und abgebildet wird, ist daher ein besonderes Glück. Doch mit der außergewöhnlichen Brosche, welche wir hier vorstellen, liegt genau solch ein Stück vor! Die Arbeit der Maison Fonsèque & Olive zeigt vier rote Weintrauben an einem mit Diamanten besetzten Ast. Wunderbar naturalistisch ist die Arbeit aus Gold und Silber geschmiedet. Die Beeren sind dabei in ihrer Größe leicht gestaffelt und samtig mattiert. Es handelt sich bei ihnen keineswegs um Glas: Es sind echte Amethyste, welche hier zu kostbaren Früchten geschliffen wurden. Der Entwerfer und Goldschmied der Brosche war dabei kein unbekannter: M. Olive hatte lange als Goldschmiedemeister für keinen geringeren als Lucien Falize gearbeitet, bis er 1885 mit Fonsèque sein eigenes Atelier eröffnete. Der Entwurf der Weintraubenbrosche entstand 1889 und die in verschiedenen Versionen angebotene Brosche war für mehrere Jahre eine große Mode in Paris, durch ihren Charme und den außergewöhnlichen Reiz der aus Edelstein geschnittenen Beeren. Unser Exemplar einer roten Rebe ist erstklassig erhalten und noch heute ein witziges und charmantes Stück. Wir haben es im Rheinischen erwerben können. Die Abbildung der Weintraubenbrosche findet sich bei Henri Vever: La bijouterie française au XIXe siècle (1800–1900), 3 Bde., Paris 1906-1908, hier Bd. 3: Troisième République. 1870–1900, Paris 1908, S. 532. Eine digitalisierte Version des dritten Bands finden Sie auch hier. Das Victoria & Albert Museum in London z.b. besitzt eine kleinere Version der Brosche, welche online einsehbar ist.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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