Höherem entgegen

Seltene Flügel-Brosche von Child & Child, London um 1900

Der Aufbruch der Künste in den Jahren um 1900 brachte in allen Ländern Europas neue Formen, Entwürfe und Moden. In Frankreich und Belgien entstand das Art Nouveau, in den deutschsprachigen Staaten hießen die Aventgardeb Jugendstil und Secession. In Großbritannien schufen die Künstler des Arts and Crafts Movement ähnlich neuartige, zuvor ungesehene Werke. Eine besondere, besonders britische Spezialität im Bereich des Schmucks sind die Entwürfe der Londoner Juweliere Child & Child. Die beiden Brüder Walter und Harold gründeten 1880 eine gemeinsame Firma. Seit dem Umzug im Jahr 1891 an den Albert Place West in South Kensington entstanden farbenprächtige Schmuckstücke mit leuchtendem Emaille, für welche die Brüder geradezu über Nacht berühmt wurden. Bis zum Tod von Harold 1915 stellten sie vor allem Broschen in Form von Flügeln, Federn, Herzen und Schmetterlingen her, welche heute gesuchte Sammlerstücke sind. Eine wunderbare Brosche, welche die Freude der Goldschmiede an der Verwendung strahlenden Emails belegt, verwahrt das Victoria & Albert Museum in London unter der Inv. Nr. M.99-2007. Wir bilden anbei ein Gemälde aus der Hand von Frank Dicksee ab, das 2014 bei Sotheby’s in London versteigert wurde. Das 1904 datierte Portrait zeigt Susannah Pearson of Brickonbury Estate, Wroxton Abbey and Overthorpe Hall, Oxfordshire mit einer ähnlichen Brosche, hier allerdings mit reicherer Ausstattung. Als Blickpunkt in der Mitte ihres Kleides am Rand des Ausschnitts getragen, kommt hier die Symmetrie des Entwurfes gut zur Geltung. Die wunderbare Brosche hat sich in ihrem originalen Etui erhalten.Nun wartet sie darauf, von Neuem dem Alltag Flügel zu verleihen. Und um es mit den Worten eines Zeitgenossen, Oscar Wilde, zu sagen: „Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!“

Das Arts and Craft Movement war eine zunächst britische, später auch amerikanische Bewegung in Kunst und Kunsthandwerk der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis etwa 1920. Gegründet durch William Morris, fanden John Ruskin sowie eine Gruppe von Malern, Architekten und anderen Künstlern zusammen, um eine neue Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaft und Arbeit zu finden. Besonders Morris legte großen Wert auf die eigene Arbeit, die Freude an der Handarbeit und natürlicher Schönheit des Materials. Daher zeichnen sich viele der Entwürfe dieser Gruppe durch eine gewisse Handwerklichkeit der Formgebung aus und eine kraftvolle, mitunter auf den ersten Blick etwas grob wirkende Formensprache, die im Detail dann jedoch wieder durch ihren Einfallsreichtum und ihre Verarbeitung begeistert. Im Zeitalter der maschinellen Produktion wollten die Künstler des Arts and Crafts eine Rückbesinnung auf das Handwerk und eine Wiedervereinigung von Kunst und Kunsthandwerk erreichen mit dem Ziel, die schöpferische Vollwertigkeit des Kunsthandwerks wiederherzustellen. In diesem Bestreben trafen sich ihre Ideen mit jenen der Künstler des Jugendstil bzw. Art Nouveau auf dem Kontinent und beide Kunstrichtungen teilen viele gemeinsame Formvorstellungen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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