Ein Auftrags(laub)werk

Granuliertes Armband mit Perlen & Diamanten von Johann Michael Wilm, um 1955

Ein festlich goldener Zaubergarten oszilliert zwischen Naturwiedergabe und Stilisierung. Goldenes Laubwerk, von Hand getrieben und individuell gebogen, bieten in dem aufregend gestalteten Mittelteil dieses aus Gold geschmiedeten Armbandes den Hintergrund für feine Perlen und Diamanten sowie einen Rubin. Sanft Weiß bis funkelnd weiß und dezent rot zeigen sich die Preziosen. Auf den Ästlein und Blättchen funkelt und schimmert es, dass man sich kaum sattsehen kann. Eine granulierte Kugel, unendlich fein gestaltet, ist gleichrangig neben eine große Perle und einen großen Brillanten gesetzt. Selbst die Rückseite wartet mit einem liebevollen Detail auf: Hier versteckt sich ein kleiner Stern, der einen weiteren Diamanten hält. Ein Element, das nur für die Trägerin selbst gedacht sein kann. Die Qualität der Ausführung und des Entwurfes lassen keinen Zweifel an der Meisterschaft des Goldschmieds, der das Schmuckstück fügte. Es handelt sich um ein seltenes Original von Johann Michael Wilm. Das Armband wurde im Jahr 1955 in Auftrag gegeben und kam aus einem Nachlass im Münchner Umland zu uns. Es wird nun das erste Mal auf dem freien Markt angeboten. Das Schmuckstück ist 1955 im Atelier Wilm in München entworfen worden; die originale Schatulle zum Schmuckstück hat sich ebenso erhalten wie ein Begleitbrief vom 17. Dezember 1955 aus der Hand Wilms selbst, der das Armband beschreibt und den Erwerbern, dem Ehepaar Aicher in Rosenheim, bei dieser Gelegenheit ein frohes Weihnachtsfest wünscht. Schmuckstücke aus der Hand von Johann Michael Wilm finden sich in den feinsten Sammlungen und den Kunstgewerbemuseen Europas. Das Armband ist vollständig signiert und trägt neben der Meistermarke Wilms das Münchner Kindel im Schild und die in seiner Werkstatt gebräuchliche Feingehaltsmarke. Die Box mit der Firmenanschrift Wilms und der handschriftliche Brief mit dem Vermerk des ehemaligen Kaufpreises von 2.700 DM gehören mit zum Angebot.

Johann Michael Wilm, 1885 in Oberbayern geboren, wurde 1907–1910 in der väterlichen Werkstatt zum Goldschmied ausgebildet. Anschließend ging er für zwei Jahre nach New York und dann nach Berlin, um im Anschluss 1919 in München sein eigenes Goldschmiedeatelier zu begründen. Als Mitglied des bayerischen Kunstgewerbevereins war sein Schaffen von der Wiederentdeckung der Granulationstechnik geprägt, doch zeigen seine Arbeiten sein handwerkliches Können besonders in der Kombination von barocker Laubwerkarbeit mit Edelsteinbesatz. Vgl. Christianne Weber: Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland, Stuttgart 1990, S. 343–348.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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