Das MOMA in New York hat ein Vergleichsstück!

Lagenstein Kamee der Jahre um 1800 mit mythologischem Gryllos-Kopf

Der vorliegende gravierte Lagenstein aus den Jahren um 1800 zeigt sich in einer schlichter Rotgoldfassung - und sein Motiv verwundert und verschlägt zugleich dem Sammler oder Liebhaber von antiken Gemmen und Kameen schlicht den Atem. Es handelt sich um eine ausgesprochen seltene Darstellung des „Gryllos“, einer vierköpfigen Sagengestalt der griechischen Mythologie, von denen Plutarch berichtet. Bei jeder Vierteldrehung des Ringes wird ein anderes Gesicht, ein anderer Kopf sichtbar. Wir sehen zum einen einen bärtigen Mann mit Horn, zum anderen eine junge Gestalt, dann noch eine ältere Person mit Bart und einen Widderkopf mit Gehörn. Der Steinschneider, der den Cameo in den Jahren um 1800 in einen Lagenachat gefasst hat, nutzt die Mehrfarbigkeit des Edelsteines dazu, die vier Köpfe des Gryllos gegen den dunkleren Grund des Steines abzusetzen. Kameen mit derartigen Darstellungen finden sich in nur wenigen Sammlungen. Das MoMa in New York besitzt einen Ring mit „Grylloskopf“, der mit unserem vergleichbar ist, vgl. -> hier . Für Liebhaber geschnittener Steine mit Motiven mythologischer Natur bietet dieser Ring eine einmalige Gelegenheit, die eigene Sammlung um ein museales und phantastisches Stück zu bereichern.

Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Doch hat sich die Kunst des Gemmenschneidens bis heute in Italien, bessonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich daran zu erfreuen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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