Nur nicht eifersüchtig werden

Große Muschelgemme mit Darstellung der Psyche als Brosche, um 1850

Eine schöne, junge Dame blickt nach Rechts. Sie scheint zu lachen, heiter ist ihr Gesicht. Reich und voll lockt sich ihr Haar über Kopf und Nacken. Sie trägt ein antikisches Gewand, einen Kranz aus Rosen in der Hand – und zu aller Überraschung wachsen ihr durchscheinende Schmetterlingsflügel aus dem Rücken! So führt sie uns in das Reich der griechischen Mythologie. Dargestellt ist Psyche, eine antike Königstochter, deren Schönheit so groß und berühmt war, dass sie die Eifersucht der Göttin Venus entfachte. Als sich dann auch noch ihr Sohn, Amor, der Liebesbote, in die Sterbliche verliebte, übertrug Venus der Unglücklichen mehrere gefährliche Aufgaben. Doch entgegen aller Erwartungen meisterte Psyche die Prüfungen mit der Hilfe ihres Geliebten, der sich über die Befehle seiner Mutter hinwegsetzte. Schließlich hatte der oberste Gott Jupiter Mitleid mit dem Paar. Er ließ Psyche einen Becher mit Ambrosia reichen und macht sie dadurch unsterblich, so dass sie in den Olymp aufgenommen wurde. Der Schmetterling als Symbol der Seele ist ihr Attribut und so hat sie Eingang in die Kunst gefunden. Die hier vorliegende Brosche umschließt das fein geschnittene Bildnis der Psyche mit einer Rahmung aus verschlungenen, goldenen Ästen. Dem plastischen Schnitt der Gemme entspricht dabei die handwerklich schöne Verarbeitung des Rahmens. Die Kamee, vermutlich in Italien geschnitten und anschließend in Gold gefasst, ist in den Jahren um 1850 entstanden und in England gefasst worden.

Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Doch hat sich die Kunst des Gemmenschneidens bis heute in Italien, bessonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich daran zu erfreuen.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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