Maiglöckchen von der Moskwa

Sammelwürdiges, großes Medaillon von Carl Fabergé mit Diamanten & Email, um 1900

Russland an der Schwelle zum 20. Jahrhundert: Unter dem letzten Zar der Romanov-Dynastie, Nikolaus II. und seiner Gattin Alexandra, erlebt das Land – trotz aller Widrigkeiten – noch einmal eine kulturelle Blüte. In St. Petersburg feiert der sagenhaft reiche Adel in seinen Palästen. Künstler wie Tolstoi, Tschechow und Tchaikovsky schaffen Meisterwerke, die bis heute Inbegriff der russischen Seele sind. Carl Fabergé, geb. 1846 in St. Petersburg, avancierte mit den von ihm hergestellten Schmuckstücken, allem voran den weltbekannten Fabergé-Eiern, zum Hofjuwelier der russischen Zaren und versorgte um 1900 ganz Europa mit kostbarem und exzeptionellem Luxusschmuck. Der Name Fabergé ist zum Synonym der verschwenderischen Pracht der Epoche um die vorletzte Jahrhundertwende geworden. Seine Kreationen, meist in farbenprächtigem Email, wurden schnell zu einem nicht wegzudenkenden Statussymbol der Reichen und Schönen. Selbst Cartier in Paris kopierte die Entwürfe aus St. Petersburg und brauchte lange, um sich aus dem Schatten des Konkurrenten zu befreien. Der hier vorliegende Medaillonanhänger ist ein wunderbares Beispiel für die hohe Qualität der Gestaltung, Verarbeitung und Materialwahl in der Werkstatt des Meisters. Aus schwerem Gold ist ein großes Medaillon gestaltet, das in seinem Innern hinter Glas Platz für zwei Fotografien bietet. Die Vorderseite des ungewöhnlichen Schmuckstückes präsentiert ein aus sieben Diamanten gebildetes Maiglöckchen, das von einem geschwungenen Rahmen umgeben ist. Dieser Rahmen schillert in leicht opalisierendem, hellgelbem und roséfarbenem Email, das an die Blütenblätter duftender Lilien erinnert. Das zentrale Feld zeigt sich im matten Glanz von Feingold, während die Rückseite aus rötlichem Gold gearbeitet ist. Geöffnet wird das Medaillon durch ein Verschieben der Deckel und gibt so einen Blick auf die beiden verglasten Rahmen frei. Das Schmuckstück ist gemarkt mit der Moskauer Beschaupunze für Gold mit einem Feingehalt von 56 Zolotnik, was 14 Karat entspricht und dem Firmensignet Carl Fabergés in kyrillischen Buchstaben, wie aus der Literatur bekannt. Durch die russische Prüfmeistermarke von Ivan Sergeyevich Lebedkin kann es sicher in die Jahre zwischen 1898 und 1914 datiert werden. Das Medaillon ist nicht nur ein wunderbares Schmuckstück des Art Nouveau, sondern auch ein selten schönes Beispiel für die Goldschmiedekunst der Fabergé-Werkstatt. Ein absolut begehreswertes Sammlerstück!

Die Jahre um 1900: Die neuen Formen des Jugendstil bereicherten die Kunst und das Kunstgewerbe um vorher nie gesehene dekorative Formen. Auf der Suche nach einer neuen Kunst, welche den durch die Industrialisierung und die großen Städte entwurzelten Menschen wieder mit sich und seiner Umwelt in Einklang bringen sollte, wandten sie sich den Naturformen zu und schufen hieraus ganz eigene, zuvor ungesehene Entwürfe. Schnell bildeten sich im Europa dieser Jahre Zentren heraus, deren Ausprägung des neuen Stils jeweils andere Wege ging. Zunächst entstanden in Frankreich dynamische, organische Formen; berühmt sind etwa die Metroeingänge Hector Guimards. Schnell wurde dieser neue Stil dann in allen anderen Ländern Europas rezipiert und immer auch auf eigene Art verändert. In Deutschland pflegte man einen Hang zur Geometrie, ebenso wie in bildete sich in Österreich, wo die Wiener Werkstätte mit einer strengeren Auffassung der Ornamente heraus Gesamtkunstwerke entstehen ließ, die beinahe jeden Bereich des menschlichen Lebens beeinflussen sollten. In Spanien neigte man dem entgegen zu phantastischen Formen, und in Großbritannien entwickelte sich eine ganz eigene Mode. Gerade im Bereich des Schmucks entstand hier eine Reihe leicht wiedererkennbarer Entwürfe, welche durch ihre Frische in Form und Farbe bis heute überzeugen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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